Pressemitteilung vom 20. Juni 2006
Junge Linke: Bonk hat recht. Denn
Nationalismus bleibt Nationalismus.
Unterstützung erfährt Julia Bonk, Landtagsabgeordnete der sächsischen
Linkspartei, von Junge Linke.PDS Wittenberg, für ihre kritischen Äußerungen
zur Fußballweltmeisterschaft.
Bonk hatte den "betonten Stolz auf die eigene Heimat" kritisiert. Dies sei
mit der "Abwertung des anderen" verbunden und damit ausgrenzend. Als
Konsequenz hatte Bonk gefordert, deutsche Flaggen "von
den Straßen zu
bekommen". Dafür war sie von der Bildzeitung als "Balla-Balla-Bonk"
beschimpft worden.
"Dabei hat Julia Bonk ganz einfach recht", erklärt hierzu Lena Kreck,
Mitglied der Jugendorganisation der Linken in Wittenberg. "Die deutsche
Fahne ist für viele Leute nicht einfach nur ein
Fußballwimpel. Seien wir ehrlich: Es geht ihn nicht nur um aufregenden
Fußball, sondern um nationalistische Gefühle.
Und Nationalismus bleibt Nationalismus."
Aus diesem Grund unterstützen Junge Linke.PDS Wittenberg die Aktion ihrer
sächsischen Junggenossen. "Auch wir wollen deutsche Fahnen von den Straßen
holen. Wir tauschen deshalb bei uns ab sofort
ebenfalls drei
Deutschlandfahnen gegen ein cooles T-Shirt ein. Wir wollen ohne
nationalistische Duselei auf den Straßen Fußball sehen", so Kreck.
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