| Das Bundesjugendtreffen der
Linkspartei hat vom 24. - 26. November in Göttingen unter
dem Motto "Du bist nicht allein!" stattgefunden. Nachdem im
letzten Jahr aufgrund der vorgezogenen Bundestagswahlen kein
solches Treffen stattfinden konnte und weil parallel zur
Parteineugründung der Aufbau eines einheitlichen
bundesweiten Jugendverbandes in Arbeit ist, waren die
Erwartungen an dieses Treffen besonders hoch.
So kamen 250 junge Menschen aus dem
ganzen Bundesgebiet nach Göttingen, so auch 11 junge Linke
aus Wittenberg. Die Anreise konnten wir durch Spenden der
Kreisparteitagsdelegierten und Dolores Rente, sowie durch
Unterstützung des Kreisvorstandes finanzieren. Uns erwartete
ein pralles Programm und einige der Mitfahrenden schildern
hier euch ihre Eindrücke:
Christian: "Als wir in
Göttingen ankamen wurden wir auch schon von einem super
netten Kamerateam empfangen. Dieses Kamerateam produzierte
einen Film über das gesamte Bundesjugendtreffen, mit all
seinen Workshops, Teilnehmern und natürlich mit den
Konzerten, die am Abend stattfanden. Es gab viel Musik, aber
auch viel politische Bildung, zusammen ergab dies eine
perfekte Mischung. Trotz diesen vielen positiven Aspekten
gab es ein kleines Problem: die Turnhalle, in der wir
schlafen sollten, war 10 Minuten vom Veranstaltungsort
entfernt. Da die Karte nicht die genauste war, verliefen wir
uns natürlich und brauchten dann letzt endlich über eine
halbe Stunde um an unserem Schlafplatz an zukommen."
Stefan: "Im Workshop
"Rechtstipps für AktivistInnen" haben wir am Anfang
Informationen erhalten, wie man eine Demo anmeldet und diese
leitet. Anhand von Fallbeispielen sollten wir z. B.
entscheiden ob im diesen Fall eine Demo von der Polizei
aufgelöst werden konnte oder nicht. Wir hatten sehr wenig
Schlaf."
Steve: "Nach einer sehr
langen anstrengenden Fahrt wurden wir von einer Vielzahl
junger Linker begrüßt. Jeder hatte gute Laune und es war ein
schöner Abend unter Genossen. Mein Eindruck des
Jugendtreffens ist sehr positiv verlaufen. Ich hoffe, dass
nächste Treffen wird eine noch größere Party, nur an den
Schlafmöglichkeiten müsste noch gearbeitet werden."
Marcel: "Bei dem Workshop zu
G8-Mobilisierung, ging es, wie der Name es ja schon sagt, um
die Mobilisierung zu dem "Highlight" des nächsten Jahres. So
gab es am Anfang einen kurzen Abriss zu den bisherigen
Protesten zu den G8 Gipfeln. Danach wurden die bisherigen
Ideen für die Proteste zusammengetragen. Wobei es einmal um
die Proteste direkt in Heiligendamm ging und zweitens um
verschiedenste Veranstaltung im Vorfeld. Für diesen Bereich
gibt es den Vorschlag einen Referentenpool zu bilden. Damit
soll gewährleistet werden, dass auch die kleinste Ortsgruppe
die Möglichkeit hat eine Veranstaltung zu diesem Thema zu
machen. Auch die Junge Linke aus Wittenberg, befindet sich
gerade in der Vorbereitungsphase für zwei bis drei G8
Veranstaltungen im Kreis. Somit konnten die dort gewonnen
Eindrücke gleich mit in die praktische Arbeit vor Ort
einfließen.
Die Wittenberger haben natürlich
auch Kontakt mit den jungen Göttingern aufgenommen. Und das
nicht nur aus Gastfreundschaft, sondern auch weil es sich um
eine Partnerstadt handelt. Bei dem Gespräch wurde der
beiderseitige Wunsch geäußert, die etwas "eingeschlafene"
Partnerschaft zu wieder zu beleben."
Sebastian: "Ein weiterer
interessanter Workshop befasste sich mit der Protestkultur
in Frankreich und im Vergleich dazu natürlich auch mit den
Demonstrationen, wie sie in zahlreichen Städten stattfinden.
So erklärte der Referent, dass sich die Unterschiede
historisch bedingt ableiten lassen, da Frankreich mit der
französischen Revolution den Grundstein für ihren subjektive
und von den bürgerlichen Schichten getragenen Nationalstaat
individuellere Streikrechte hat, während in Deutschland die
Protestkultur eher von den feudalen Kräften beeinflusst
wurde.
Das Jugendtreffen bot außerdem die
Möglichkeit, mit anderen Genossen/innen über den zukünftigen
Jugendverband zu diskutieren, Ziele zu formulieren und
Erwartungen zu stellen." |